Information
30. Juli 2010
Tagung des Hamburger Netzwerkes „Eltern hörbehinderter Kinder” zum Thema „Empowerment”

Zahlreiche Mütter und Väter nutzten das Angebot des Hamburger Netzwerkes "Eltern hörgeschädigter Kinder".
Empowerment war das Thema einer Veranstaltung des DSB-Projektteams „Eltern hörgeschädigter Kinder” in Kooperation mit der Jugendgruppe Hamburg im BdS e.V., dem Hamburger Gehörlosenverband e.V., dem Elternrat des Bildungszentrums Hören und Kommunikation, Hamburg, sowie dem Bund der Schwerhörigen e.V.
Vom Deutschen Schwerhörigenbund e.V. Projektteam waren Audiotherapeutin Petra Blochius, Audiotherapeutin, Hörgeschädigtenpädagogin Claudia Voigt und Patricia Lista, ebenfalls Audiotherapeutin, mit dabei.
Pünktlich um 09.30 Uhr wurden die Gäste empfangen. Es gab Kaffee und Tee zum Empfang. Die Eltern konnten ihre hörbehinderten Kinder und deren hörende Geschwister bei der Kinderbetreuung abgeben, die sich gut auf die vielen Kinder vorbereitet hatte. Und der Spielplatz hinter dem Vereinshaus des BdS bot eine tolle Gelegenheit zum Herumtoben.
Die barrierefreie Kommunikation war gewährleistet: Für alle Anwesenden standen von Anfang an Schriftdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetscherinnen sowie eine technische Funk-Mikrofon-Anlage zur Verfügung. Eines unserer Ziele ist es, den hörenden Eltern zu vermitteln, dass es drei wichtige Kommunikationsbedingungen für uns Betroffene gibt, damit jeder für sich in der Situation entscheiden kann, welche Kommunikationsunterstützung er oder sie benötigt.
Um 10 Uhr begann die Elternveranstaltung mit der Begrüßungsrede vom 1. Vorsitzenden des BdS, Dr. Hans-Hagen Härtel. Anschließend begrüßte die 1. Jugendleiterin im BdS, Ines Helke, Diplom-Sozialpädagogin und DSB-Referatsleiterin „Inklusion Schule und Ausbildung”, die Gäste und TeilnehmerInnen. Sie stellte die Referenten und besonders wichtige Gäste wie Dr. Christian Rathmann, gehörlos, von der Universität Hamburg und Thomas Nedden, schwerhörig, Lehrer am Lohmühlen-Gymnasium vor. Des Weiteren waren zwei Personen von der Schulleitung des Bildungszentrums Hören und Kommunikation Hamburg vor Ort: Monika Rütering-Völker, stellvertretende Schuldirektorin, sowie Ingrid Roth, Abteilung Frühförderung, Pädagogische Audiologie und Ambulante Beratung und Begleitung Hörgeschädigter in allgemeinen Schulen.
Thomas Worseck, Vater von vier hörbehinderten Kindern und 1. Vorsitzender des Hamburger Gehörlosenverbandes, hieß ebenfalls die Gäste willkommen und berichtete kurz über die bisherige Zusammenarbeit der beiden Vereine.
Professor Manfred Hintermair von der Universität Heidelberg ging im ersten Vortrag der Veranstaltung den Fragen nach: „Was bedeutet Empowerment für Eltern hörgeschädigter Kinder?”, „Wie können die Eltern hörgeschädigter Kinder ihre Ressourcen finden und nutzen?”
Was bedeutet Empowerment?
„Mit Empowerment bezeichnet man Strategien und Maßnahmen, die geeignet sind, den Grad an Autonomie und Selbstbestimmung im Leben von Menschen oder Gemeinschaften zu erhöhen und die es ihnen ermöglichen, ihre Interessen (wieder) eigenmächtig, selbstverantwortlich und selbstbestimmt zu vertreten und zu gestalten. Empowerment bezeichnet dabei sowohl den Prozess der Selbstbemächtigung als auch die professionelle Unterstützung der Menschen, ihre Gestaltungsspielräume und Ressourcen wahrzunehmen und zu nutzen. Wörtlich aus dem Englischen übersetzt bedeutet Empowerment „Ermächtigung” oder „Bevollmächtigung”(aus: Wikipedia, gelesen am 6. Juni 2010).
Mit einer PowerPoint-Präsentation wurde bildlich dargestellt, wie Empowerment aussehen kann. Wenn die Eltern die Diagnose bekommen, dass ihr Kind hörbehindert ist, dann bricht für die meisten die Welt zusammen. Viele fragen sich: „Was bedeutet das für uns und für das Kind?”
Bei einer frühkindlichen Hörschädigung wird der natürliche Erwerb der Lautsprache erheblich erschwert. Das wirkt sich auf die Lebensqualität des Kindes aus und beeinflusst maßgeblich seine Identitätsentwicklung. Daher ist es sehr wichtig, dass das hörbehinderte Kind und seine Eltern frühzeitig Unterstützung und Begleitung bekommen, damit Frühförderung und individuelle Kommunikationsbedürfnisse nicht zu kurz kommen. Das Kind soll trotz der Hörbehinderung in sein soziales Umfeld optimal integriert werden und daran teilnehmen können. Das selbstbewusste und offene Auftreten mit einer Kommunikationsbehinderung ist in unserer Gesellschaft täglich eine neue Herausforderung.
Einem hörgeschädigten Kind sollten Lautsprache, lautsprachbegleitende Gebärden und die Deutsche Gebärdensprache angeboten werden. Eine Sensibilisierung der Eltern für dieses Thema kann für die hörbehinderten Kinder das Erlernen aller Kommunikationsmöglichkeiten bedeuten. Ein hörbehindertes Kind kann dann für sich selbst die Entscheidung treffen, welche Kommunikationsform es in welcher Situation für sich nutzen möchte. Trotz der immer besseren technischen Versorgungsmöglichkeiten mit digitalen Hörgeräten oder Cochlea-Implantat ist es ratsam, betroffenen Eltern die Bedeutung der Gebärdensprache für ihre Kinder zu vermitteln. Die beste technische Versorgung kann eine Hörbehinderung nicht kompensieren, das Kind bleibt hörbehindert und braucht Zeit, in der es ohne Anpassungsdruck und Leistungsdruck entspannt kommunizieren kann, um seine Identität und Persönlichkeit entwickeln zu können. Daher ist es von besonderer Wichtigkeit, dass sich Eltern von hörbehinderten Kindern untereinander austauschen können und erwachsene Hörbehinderte sowie hörbehinderte Eltern ihre Erfahrungen mit ihnen teilen.
In seinem Vortrag ließ Professor Hintermair einige Betroffene mit ihren Erfahrungen kurz zu Wort kommen. Zu erwähnen ist das Fachbuch „Wege zu Empowerment und Ressourcenorientierung in der Zusammenarbeit mit hörgeschädigten Menschen”, erschienen im Median Verlag. Ein weiteres Buchprojekt ist in Planung, in dem betroffene hörbehinderte Erwachsene zum Thema Empowerment berichten.
Nach der Kaffeepause trug Lutz Pepping, gehörlos, Student an der Universität Hamburg, eine PowerPoint-Präsentation mit dem Titel vor: „Woher kommen diese Kraft und das Bewusstsein für meinen erfolgreichen Weg?”.
Pepping studiert zurzeit Hörgeschädigtenpädagogik mit der Absicht, Lehrer zu werden. Neben seinem Studium engagiert er sich für „iDeas, interessengemeinschaft der Deaf studentInnen”, und setzt sich für die Verbesserung der Kommunikationsbedingungen für schwerhörige und gehörlose Studentinnen und Studenten ein. Dabei arbeitet er mit der Servicestelle STUGHS, Sprechstunden der Servicestelle zur studienorganisatorischen Unterstützung gehörloser und hörgeschädigter Studierender an Hamburger Hochschulen, zusammen.
Es war ein autobiografischer Vortrag: Pepping berichtete, wie er zuerst in deutscher Lautsprache von seinen hörenden Eltern gefördert wurde. Erst später, mit dem Wechsel auf eine Schule für Hörgeschädigte entdeckte er die Deutsche Gebärdensprache, die für ihn heute als Erwachsener „seine Sprache” ist.
Es war sehr interessant zu erfahren, was er und wie er es in seinem bisherigen Leben erreicht hat. Er möchte den Eltern Mut machen, dass ihr Kind trotz einer Hörbehinderung viel im Leben erreichen kann. Dazu benötigt es unter anderem eine mentale Unterstützung von den Eltern. Dabei dürfen die spezifischen Bedürfnisse von hörbehinderten Kindern nicht außer Acht gelassen werden.
Nach diesem Vortrag gab es eine Stärkung mit belegten Brötchen, Kaffee und Tee. Während der Pause unterhielten sich und gebärdeten die TeilnehmerInnen rege untereinander.
Gestärkt ging es zum zweiten Teil der Veranstaltung, zu den zwei Workshops. Für den Workshop von Ines Helke hatten sich überwiegend hörende Eltern angemeldet, im Workshop von Thomas Worseck saßen überwiegend gehörlose Teilnehmer. Bei beiden Workshops ging es um die Fragen, welche Ressourcen Eltern von hörbehinderten Kindern haben und wie diese Ressourcen optimal genutzt werden können. Es wurde erörtert, wie der Bekanntheitsgrad des Netzwerk Hamburg „Eltern hörbehinderter Kinder” gesteigert werden, um Eltern die Möglichkeit zu geben, sich besser vernetzen können.
Nach den Workshops stellten Ines Helke und Thomas Worseck die Workshopergebnisse vor. Es war sehr aufschlussreich zu erfahren, welche Ängste und Sorgen die Eltern von hörbehinderten Kindern haben.
Es kam deutlich zum Ausdruck, wie notwendig die Fortsetzung des Netzwerkes ist. Wir werden weitere Angebote und Veranstaltungen planen, um Eltern und Kindern einen Raum für Begegnung und Austausch zu ermöglichen. Auch die Öffentlichkeitsarbeit ist von besonderer Wichtigkeit, denn nur so können wir gezielt Eltern, Institutionen und Politik erreichen.
Die bisherige Arbeit hat gezeigt, dass die Elternarbeit auf einem guten Weg ist. Wir möchten dies fortsetzen, damit wir unserem Ziel „Starke Eltern – starke Kinder” in Hamburg und Umgebung jeden Tag ein Stückchen näher rücken.
Ein Dankeschön für die finanzielle Unterstützung geht an die Firma Cochlear, Firma Rabek Engineering GmbH sowie die Krankenkasse DAK.
Nicht zu vergessen sind die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die monatelang diese Elternveranstaltung vorbereitet haben. Am Ende haben sich alle gut aufgehoben gefühlt.
Wir freuen uns auf unsere nächsten Veranstaltungen.
Familientag: 28. August 2010
Podiumsdiskussion „Inklusion in der Bildung”: 18. September 2010
Ines Helke, Netzwerk Hamburg „Eltern hörbehinderter Kinder”
Vom Deutschen Schwerhörigenbund e.V. Projektteam waren Audiotherapeutin Petra Blochius, Audiotherapeutin, Hörgeschädigtenpädagogin Claudia Voigt und Patricia Lista, ebenfalls Audiotherapeutin, mit dabei.
Pünktlich um 09.30 Uhr wurden die Gäste empfangen. Es gab Kaffee und Tee zum Empfang. Die Eltern konnten ihre hörbehinderten Kinder und deren hörende Geschwister bei der Kinderbetreuung abgeben, die sich gut auf die vielen Kinder vorbereitet hatte. Und der Spielplatz hinter dem Vereinshaus des BdS bot eine tolle Gelegenheit zum Herumtoben.
Die barrierefreie Kommunikation war gewährleistet: Für alle Anwesenden standen von Anfang an Schriftdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetscherinnen sowie eine technische Funk-Mikrofon-Anlage zur Verfügung. Eines unserer Ziele ist es, den hörenden Eltern zu vermitteln, dass es drei wichtige Kommunikationsbedingungen für uns Betroffene gibt, damit jeder für sich in der Situation entscheiden kann, welche Kommunikationsunterstützung er oder sie benötigt.
Um 10 Uhr begann die Elternveranstaltung mit der Begrüßungsrede vom 1. Vorsitzenden des BdS, Dr. Hans-Hagen Härtel. Anschließend begrüßte die 1. Jugendleiterin im BdS, Ines Helke, Diplom-Sozialpädagogin und DSB-Referatsleiterin „Inklusion Schule und Ausbildung”, die Gäste und TeilnehmerInnen. Sie stellte die Referenten und besonders wichtige Gäste wie Dr. Christian Rathmann, gehörlos, von der Universität Hamburg und Thomas Nedden, schwerhörig, Lehrer am Lohmühlen-Gymnasium vor. Des Weiteren waren zwei Personen von der Schulleitung des Bildungszentrums Hören und Kommunikation Hamburg vor Ort: Monika Rütering-Völker, stellvertretende Schuldirektorin, sowie Ingrid Roth, Abteilung Frühförderung, Pädagogische Audiologie und Ambulante Beratung und Begleitung Hörgeschädigter in allgemeinen Schulen.
Thomas Worseck, Vater von vier hörbehinderten Kindern und 1. Vorsitzender des Hamburger Gehörlosenverbandes, hieß ebenfalls die Gäste willkommen und berichtete kurz über die bisherige Zusammenarbeit der beiden Vereine.
Professor Manfred Hintermair von der Universität Heidelberg ging im ersten Vortrag der Veranstaltung den Fragen nach: „Was bedeutet Empowerment für Eltern hörgeschädigter Kinder?”, „Wie können die Eltern hörgeschädigter Kinder ihre Ressourcen finden und nutzen?”
Was bedeutet Empowerment?
„Mit Empowerment bezeichnet man Strategien und Maßnahmen, die geeignet sind, den Grad an Autonomie und Selbstbestimmung im Leben von Menschen oder Gemeinschaften zu erhöhen und die es ihnen ermöglichen, ihre Interessen (wieder) eigenmächtig, selbstverantwortlich und selbstbestimmt zu vertreten und zu gestalten. Empowerment bezeichnet dabei sowohl den Prozess der Selbstbemächtigung als auch die professionelle Unterstützung der Menschen, ihre Gestaltungsspielräume und Ressourcen wahrzunehmen und zu nutzen. Wörtlich aus dem Englischen übersetzt bedeutet Empowerment „Ermächtigung” oder „Bevollmächtigung”(aus: Wikipedia, gelesen am 6. Juni 2010).
Mit einer PowerPoint-Präsentation wurde bildlich dargestellt, wie Empowerment aussehen kann. Wenn die Eltern die Diagnose bekommen, dass ihr Kind hörbehindert ist, dann bricht für die meisten die Welt zusammen. Viele fragen sich: „Was bedeutet das für uns und für das Kind?”
Bei einer frühkindlichen Hörschädigung wird der natürliche Erwerb der Lautsprache erheblich erschwert. Das wirkt sich auf die Lebensqualität des Kindes aus und beeinflusst maßgeblich seine Identitätsentwicklung. Daher ist es sehr wichtig, dass das hörbehinderte Kind und seine Eltern frühzeitig Unterstützung und Begleitung bekommen, damit Frühförderung und individuelle Kommunikationsbedürfnisse nicht zu kurz kommen. Das Kind soll trotz der Hörbehinderung in sein soziales Umfeld optimal integriert werden und daran teilnehmen können. Das selbstbewusste und offene Auftreten mit einer Kommunikationsbehinderung ist in unserer Gesellschaft täglich eine neue Herausforderung.
Einem hörgeschädigten Kind sollten Lautsprache, lautsprachbegleitende Gebärden und die Deutsche Gebärdensprache angeboten werden. Eine Sensibilisierung der Eltern für dieses Thema kann für die hörbehinderten Kinder das Erlernen aller Kommunikationsmöglichkeiten bedeuten. Ein hörbehindertes Kind kann dann für sich selbst die Entscheidung treffen, welche Kommunikationsform es in welcher Situation für sich nutzen möchte. Trotz der immer besseren technischen Versorgungsmöglichkeiten mit digitalen Hörgeräten oder Cochlea-Implantat ist es ratsam, betroffenen Eltern die Bedeutung der Gebärdensprache für ihre Kinder zu vermitteln. Die beste technische Versorgung kann eine Hörbehinderung nicht kompensieren, das Kind bleibt hörbehindert und braucht Zeit, in der es ohne Anpassungsdruck und Leistungsdruck entspannt kommunizieren kann, um seine Identität und Persönlichkeit entwickeln zu können. Daher ist es von besonderer Wichtigkeit, dass sich Eltern von hörbehinderten Kindern untereinander austauschen können und erwachsene Hörbehinderte sowie hörbehinderte Eltern ihre Erfahrungen mit ihnen teilen.
In seinem Vortrag ließ Professor Hintermair einige Betroffene mit ihren Erfahrungen kurz zu Wort kommen. Zu erwähnen ist das Fachbuch „Wege zu Empowerment und Ressourcenorientierung in der Zusammenarbeit mit hörgeschädigten Menschen”, erschienen im Median Verlag. Ein weiteres Buchprojekt ist in Planung, in dem betroffene hörbehinderte Erwachsene zum Thema Empowerment berichten.
Nach der Kaffeepause trug Lutz Pepping, gehörlos, Student an der Universität Hamburg, eine PowerPoint-Präsentation mit dem Titel vor: „Woher kommen diese Kraft und das Bewusstsein für meinen erfolgreichen Weg?”.
Pepping studiert zurzeit Hörgeschädigtenpädagogik mit der Absicht, Lehrer zu werden. Neben seinem Studium engagiert er sich für „iDeas, interessengemeinschaft der Deaf studentInnen”, und setzt sich für die Verbesserung der Kommunikationsbedingungen für schwerhörige und gehörlose Studentinnen und Studenten ein. Dabei arbeitet er mit der Servicestelle STUGHS, Sprechstunden der Servicestelle zur studienorganisatorischen Unterstützung gehörloser und hörgeschädigter Studierender an Hamburger Hochschulen, zusammen.
Es war ein autobiografischer Vortrag: Pepping berichtete, wie er zuerst in deutscher Lautsprache von seinen hörenden Eltern gefördert wurde. Erst später, mit dem Wechsel auf eine Schule für Hörgeschädigte entdeckte er die Deutsche Gebärdensprache, die für ihn heute als Erwachsener „seine Sprache” ist.
Es war sehr interessant zu erfahren, was er und wie er es in seinem bisherigen Leben erreicht hat. Er möchte den Eltern Mut machen, dass ihr Kind trotz einer Hörbehinderung viel im Leben erreichen kann. Dazu benötigt es unter anderem eine mentale Unterstützung von den Eltern. Dabei dürfen die spezifischen Bedürfnisse von hörbehinderten Kindern nicht außer Acht gelassen werden.
Nach diesem Vortrag gab es eine Stärkung mit belegten Brötchen, Kaffee und Tee. Während der Pause unterhielten sich und gebärdeten die TeilnehmerInnen rege untereinander.
Gestärkt ging es zum zweiten Teil der Veranstaltung, zu den zwei Workshops. Für den Workshop von Ines Helke hatten sich überwiegend hörende Eltern angemeldet, im Workshop von Thomas Worseck saßen überwiegend gehörlose Teilnehmer. Bei beiden Workshops ging es um die Fragen, welche Ressourcen Eltern von hörbehinderten Kindern haben und wie diese Ressourcen optimal genutzt werden können. Es wurde erörtert, wie der Bekanntheitsgrad des Netzwerk Hamburg „Eltern hörbehinderter Kinder” gesteigert werden, um Eltern die Möglichkeit zu geben, sich besser vernetzen können.
Nach den Workshops stellten Ines Helke und Thomas Worseck die Workshopergebnisse vor. Es war sehr aufschlussreich zu erfahren, welche Ängste und Sorgen die Eltern von hörbehinderten Kindern haben.
Es kam deutlich zum Ausdruck, wie notwendig die Fortsetzung des Netzwerkes ist. Wir werden weitere Angebote und Veranstaltungen planen, um Eltern und Kindern einen Raum für Begegnung und Austausch zu ermöglichen. Auch die Öffentlichkeitsarbeit ist von besonderer Wichtigkeit, denn nur so können wir gezielt Eltern, Institutionen und Politik erreichen.
Die bisherige Arbeit hat gezeigt, dass die Elternarbeit auf einem guten Weg ist. Wir möchten dies fortsetzen, damit wir unserem Ziel „Starke Eltern – starke Kinder” in Hamburg und Umgebung jeden Tag ein Stückchen näher rücken.
Ein Dankeschön für die finanzielle Unterstützung geht an die Firma Cochlear, Firma Rabek Engineering GmbH sowie die Krankenkasse DAK.
Nicht zu vergessen sind die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die monatelang diese Elternveranstaltung vorbereitet haben. Am Ende haben sich alle gut aufgehoben gefühlt.
Wir freuen uns auf unsere nächsten Veranstaltungen.
Familientag: 28. August 2010
Podiumsdiskussion „Inklusion in der Bildung”: 18. September 2010
Ines Helke, Netzwerk Hamburg „Eltern hörbehinderter Kinder”



Weitere Partner
