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„Danke, dass ich mit dabei sein durfte!“

Ein Bericht von der DCIG-Blogwerkstatt

28. November 2021

Aufruf und Impf-Aktion in Rhein-Main: Barrierefreie Impfung für Menschen mit Hörschädigung

Das Coronavirus hat die Welt nach wie vor fest im Griff. Der bislang einzige mögliche Ausweg scheint das Impfen mit einem der bekannten Impfstoffe zu sein. Der Zugang zur Impfung sollte dabei barrierefrei sein, darauf machen aktuelle Aktionen zweier Selbsthilfeverbände in der Region Rhein-Main aufmerksam.

Um auch wirklich jeden potenziell Impfwilligen zu erreichen und einen schnellen Impftermin zu ermöglichen, wurden in der gesamten Republik sogenannte Impf-Hotlines eingerichtet. Ein guter Schritt, der aber leider gerade für Menschen mit Hörschädigung – allein in Deutschland sind dies laut Schätzungen des Deutschen Schwerhörigenbund rund 15 Millionen – nicht weit genug geht. Denn Telefonieren ist für viele eine unüberwindbare Hürde und erschwert bzw. verhindert eine Impfung.

MACHT IMPF-HOTLINES BARRIEREFREI!

Aus diesem Grund hat der Cochlear Implant Verband Hessen-Rhein-Main einen wundervollen Aufruf gestartet: „MACHT IMPF-HOTLINES BARRIEREFREI!“, heißt es auf der eigenen Facebook-Seite. Der CIV HRM fordert im Sinne der Barrierefreiheit, dass die genannten Hotlines IMMER auch SCHRIFTLICHE Kontaktmöglichkeiten (wie z. B. ein zusätzliches Chat-Angebot oder E-Mail-Kontakt) ergänzt werden. Nur so sei sichergestellt, dass auch Menschen mit Hörbehinderung barrierefrei am Angebot teilhaben können. Eine barrierefreie Terminvereinbarkeit für hörbeeinträchtigte Menschen hatten im Februar 2021 auch die DCIG und DSB in einer gemeinsamen Stellungnahme gefordert. In dem neuen Appell des CIV HRM fordert der Verein dazu auf, den Facebook-Post überall dort zu teilen, wo ausschließlich eine telefonische Terminvereinbarung möglich sei. Der Post stieß auf breite Resonanz und wurde binnen drei Tagen bereits 74 Mal geteilt. 

Impfangebot in Rhein-Main mit Gebärdensprachdolmetscher

In Frankfurt am Main hat der Hessische Verband für Gehörlose und hörbehinderte Menschen zudem zwei Impfaktionen für die erste, zweite oder dritte Impfung organisiert, die von Gebärdensprachdolmetschern begleitet werden. Das Angebot richte sich einer E-Mail des Vereins zufolge auch an Menschen mit Hörbehinderung, die die Gebärdensprache nicht beherrschten. Die Aktionen sind für den 2. und 23. Dezember jeweils von 16 bis 19 Uhr vorgesehen. Impfwillige können sich unter impfung@hvghm.de anmelden. Weitere Informationen (schriftlich und in Gebärdensprache) finden sich hier.

RKI bietet Anamnesebogen in Leichter Sprache

Wer bereits geimpft ist, der dürfte den ausführlichen Anamnesebogen kennen, der vor der Impfung vom Patienten auszufüllen ist. Dieser ist nicht für jeden verständlich. Daher hat das Robert-Koch-Institut einen Bogen in Leichter Sprache herausgegeben. Mit diesem soll es allen Impfwilligen möglich gemacht werden, den Anamnesebogen korrekt auszufüllen. Die Handhabung ist denkbar einfach: Man legt den Bogen in Leichter Sprache neben den normalen Bogen und geht diesen Schritt für Schritt ganz nach Anleitung durch. Ist das geschafft, steht der Impfung nichts mehr im Wege. (ng)

 


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