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Ein Bericht von der DCIG-Blogwerkstatt

7. Dezember 2021

Lauterbach wird Bundesgesundheitsminister

Er wird es also doch: Die künftige Ampel-Koalition aus SPD, FDP und den Grünen hat ihre Kandidaten für die Besetzung der Ministerposten bekanntgegeben. Mit großer Spannung wurde dabei die Benennung des Gesundheitsministers erwartet. Bis zuletzt war offen geblieben, ob das Ressort an Karl Lauterbach geht.

Dieser hatte sich bereits rund um die Corona-Krise mit logischen, faktenbasierten Einlassungen einen Ruf als wissenschaftlich geprägter Experte gemacht. Viele Bürgerinnen und Bürger hatten sich seine Benennung zum kommenden Gesundheitsminister gewünscht. Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz hat eben dies am Montag kundgetan.

„Richtige Antwort auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie“

Zustimmung gab es für die Entscheidung pro Lauterbach aber nicht nur aus der Bevölkerung. So freut sich Dr. Dirk Heinrich, Bundesvorsitzender des Verbandes der niedergelassenen Ärzte, auf die Zusammenarbeit. „Die Berufung von Karl Lauterbach zum neuen Gesundheitsminister ist die richtige Antwort auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie“, heißt es in einer Erklärung. „Die Wissenschaft ist der natürliche Feind des Populismus, deshalb werden wir die Pandemie nur faktenbasiert und mit entschlossenem Handeln besiegen, anstatt nach Ideologie oder Stimmungen.“

Lauterbach habe gezeigt, „dass er frühere Positionen auf Grund neuer Erkenntnisse verändern und seine Politik an die neuen Gegebenheiten anpassen kann.“ Positiv sieht Dr. Heinrich auch den aktuellen Koalitionsvertrag. „Dieser gibt wichtige Leitplanken im Bereich der Entbudgetierung ärztlicher Leistungen, dem Ausbau des ambulant-stationären Übergangs und dem nutzenstiftenden Ausbau der Digitalisierung.“ Die Umsetzung der vorliegenden, reformierten Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), welche seit Jahrzehnten nicht überarbeitet wurde, sei eines der großen Themen für den neuen Minister.

Lauterbach ist ein „exzellenter Kenner des Terrains“

In ein ganz ähnliches Horn bläst auch Prof. Dr. Anke Lesinski-Schiedat. Die stellvertretende Vorsitzende des Hartmannbundes gratulierte Lauterbach zu seiner Ernennung. Er sei ein „exzellenter Kenner des Terrains und wir, als Ärzteschaft, wissen sehr genau, was wir an ihm haben.“ Dies sei eine solide Basis für eine konstruktive Zusammenarbeit, welche gerade unter den momentan vorherrschenden Bedingungen „sehr kurzfristig funktionieren müsse“. (ng)

Foto: Karl Lauterbach


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