Schnecke 113

Gute Aussichten — Erwachsenwerden mit CI

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Der RONDO 3 von MED-EL

Vereint gutes Design, Spitzentechnologie und noch natürlicheres Hören.

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Cochlear Nucleus Kanso 2 

Unser neuester frei vom Ohr getragener Soundprozessor

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CI-Infoveranstaltung

Für Interessierte und Kandidaten

Lautstark-Talk

Jahresrückblick 2021 und Ausblick 2022

„Danke, dass ich mit dabei sein durfte!“

Ein Bericht von der DCIG-Blogwerkstatt

Am Ohr der Macht – Wer spricht für uns?

Lobbyismus in der Gesundheitspolitik

 

Die Fachzeitschrift Schnecke beleuchtet in ihrem aktuellen Schwerpunkt, wie sich Hörgeschädigte in der Politik Gehör verschaffen können und wer sie wo vertritt.

 

Senden, Juni 2017: In Deutschland werden jährlich rund 300 Milliarden Euro für das Gesundheitswesen ausgegeben. Fast fünf Millionen Menschen sind im Gesundheitsbereich tätig. Kein Wunder, dass in der Gesundheitspolitik viele Verbände und Lobby-Organisationen tätig sind, denn es geht um richtig viel: um (sehr viel) Geld für die einen, um Lebensqualität für die anderen. Umso wichtiger ist es, für die Belange von Betroffenen zu kämpfen: in der Politik, damit sie die richtige medizinische Versorgung erfahren können, in der Medizin, damit der Prozess von der Beratung über die Behandlung bis hin zur Nachsorge transparent und einfühlsam gestaltet wird. In der aktuellen Ausgabe der Schnecke stellen wir die wichtigsten Interessensvertreter für Hörgeschädigte vor, diskutieren das Pro und Contra des  derzeit praktizierten Lobbying und zeigen auf, warum es wichtig ist, dass sich Menschen in Vereinen oder der Politik  engagieren. Im Anbetracht der bevorstehenden Bundestagswahl haben wir die im Bundestag vertretenen Parteien zudem einem Inklusions-Check unterzogen und stellen die  gesundheitspolitischen Sprecher der Fraktionen vor.

 

Weitere Themen in Schnecke Nr. 96 sind:

- MDK-Gutachter: Schicksalsmächte ohne Gesicht

- Missachtung der Rechtsprechung: Ein Sparmodell der Krankenkassen
- Hörverluste verhindern: Die DCIG fordert die Bundesregierung zum Handeln auf

- Patienten informieren Ärzte: Die Ergebnisse der DCIG-Aktion

- Aufbruch zu einer neuen Kommunikationskultur zwischen Laien und Experten

- Helden des Hörens: Graeme Clark

Cochlear Deutschland - Beats of Cochlea Festival 2017

Taub sein und Musik machen? Cochlear lädt 2 Musiker im Juli ein

Notfallblatt

 

 

 

 

Appell zum Abbau von Hörbarrieren

11. Februar 2021

Tag des Notrufs „112“: Notruf-App „nora“ soll im April starten

Mit dem europäischen Aktionstag am 11. Februar soll die lebensrettende Notrufnummer in der Bevölkerung noch bekannter gemacht werden. Seit 2008 erreichen EU-Bürger die Notfalldienste aus allen Fest- und Mobilfunknetzen gebührenfrei unter der europaweit einheitlichen Notrufnummer. Für Menschen mit Hör- und Sprachbehinderungen wird es voraussichtlich ab April die bundesweite Notruf-App „nora“ geben.

Sowohl der Name „nora“ als auch das Logo der App wurden nun durch eine anonyme Abstimmung ermittelt. Über die neue Notruf-App können Feuerwehr und Rettungsdienst (112) bzw. die Polizei (110) erreicht werden. Laut dem nordrhein-westfälischen Innenministerium, das die Projektführung für alle Bundesländer übernommen hat, könne die App grundsätzlich von jedem genutzt werden, richte sich aber besonders an Menschen, die aufgrund einer Behinderung nicht oder nur schlecht telefonieren können.

Wie funktioniert die App?

Für die Nutzung der Notruf-App muss man sich vorab einmal registrieren. Im Menü können die persönlichen Angaben eingetragen oder geändert werden. Bei Start des Notrufs wird zunächst der eigene Standort abgefragt. Die App fragt außerdem, ob man Feuerwehr oder Polizei braucht, oder ob es sich um einen medizinischen Notfall handelt. Die Nutzer können dann Fragen zur Notfall-Situation beantworten. Alle Antworten werden am Ende zusammengefasst. Mit einem Klick auf „Notruf jetzt senden“ wird der Notruf zur zuständigen Leitstelle übertragen. Der Chat zur Kommunikation mit der Leitstelle öffnet sich automatisch.

Wer ist an der Entwicklung beteiligt? 

Seit August 2020 wird an der bundesweiten Notruf-App gearbeitet. Mittlerweile konnten viele der organisatorischen und technischen Grundlagen geschaffen werden. Auch wurden erste Versionen der Notruf-App programmiert. Damit die App den Anforderungen von Menschen mit Behinderungen gerecht werden kann, unterstützt eine vom Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben für Menschen mit Sinnesbehinderungen organisierte Arbeitsgruppe bei der Entwicklung. Sie besteht aus Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen und konnte die Barrierefreiheit und Bedienbarkeit der Notruf-App testen. Dadurch wurden laut Newsletter des NRW-Innenministeriums vor allem das Aussehen und die Benutzer-Freundlichkeit weiter verbessert. (nr)


Klares Design, einfache Handhabung: Bei der Entwicklung der App wurden auch Menschen mit Sinnesbehinderungen einbezogen. Fotos: Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen 


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