Schnecke 98

Wenn Therapie Töne hat - die Rolle der Musik in der CI-Nachsorge.

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Sicher durchs MRT mit Implantat

MED-EL macht Hörimplantate fit für die Magnetresonanztomographie

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Neu: Cochlear™  Nucleus® 7 

Der weltweit erste Soundprozessor für Cochlea-Implantate  „Made for iPhone" 

Im Mittelpunkt steht der Patient

Anforderungen der DCIG an die Neufassung der Leitlinen zur CI-Versorgung

Blogwerkstatt V

Zur fünften DCIG-Blogwerkstatt kamen rund 40 Teilnehmer nach Kassel.

Am Ohr der Macht – Wer spricht für uns?

Lobbyismus in der Gesundheitspolitik

 

Die Fachzeitschrift Schnecke beleuchtet in ihrem aktuellen Schwerpunkt, wie sich Hörgeschädigte in der Politik Gehör verschaffen können und wer sie wo vertritt.

 

Senden, Juni 2017: In Deutschland werden jährlich rund 300 Milliarden Euro für das Gesundheitswesen ausgegeben. Fast fünf Millionen Menschen sind im Gesundheitsbereich tätig. Kein Wunder, dass in der Gesundheitspolitik viele Verbände und Lobby-Organisationen tätig sind, denn es geht um richtig viel: um (sehr viel) Geld für die einen, um Lebensqualität für die anderen. Umso wichtiger ist es, für die Belange von Betroffenen zu kämpfen: in der Politik, damit sie die richtige medizinische Versorgung erfahren können, in der Medizin, damit der Prozess von der Beratung über die Behandlung bis hin zur Nachsorge transparent und einfühlsam gestaltet wird. In der aktuellen Ausgabe der Schnecke stellen wir die wichtigsten Interessensvertreter für Hörgeschädigte vor, diskutieren das Pro und Contra des  derzeit praktizierten Lobbying und zeigen auf, warum es wichtig ist, dass sich Menschen in Vereinen oder der Politik  engagieren. Im Anbetracht der bevorstehenden Bundestagswahl haben wir die im Bundestag vertretenen Parteien zudem einem Inklusions-Check unterzogen und stellen die  gesundheitspolitischen Sprecher der Fraktionen vor.

 

Weitere Themen in Schnecke Nr. 96 sind:

- MDK-Gutachter: Schicksalsmächte ohne Gesicht

- Missachtung der Rechtsprechung: Ein Sparmodell der Krankenkassen
- Hörverluste verhindern: Die DCIG fordert die Bundesregierung zum Handeln auf

- Patienten informieren Ärzte: Die Ergebnisse der DCIG-Aktion

- Aufbruch zu einer neuen Kommunikationskultur zwischen Laien und Experten

- Helden des Hörens: Graeme Clark

Cochlear Deutschland - Beats of Cochlea Festival 2017

Taub sein und Musik machen? Cochlear lädt 2 Musiker im Juli ein

13. Juni 2016

CI-Tag 2016 Leipzig1_

Sprich mit mir“ – Fehlanzeige!

Drei Landesregierungen demonstrieren ihr Desinteresse an gelebter Inklusion

Drei Kultusminister waren eingeladen, am CI-Tag 2016 mit Hörgeschädigten über Inklusion in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu sprechen. Keiner erschien. Keiner schickte auch nur einen Vertreter ins Haus des Buches zu Leipzig. Allein die CDU-Landtagsabgeordnete Angela Gorr aus Halle vertrat „die Politik“ - und schlug sich umso wackerer.

„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun,“ zitierte Angela Gorr ihre eigene Homepage. Sie ist behindertenpolitische Sprecherin ihrer Partei in Sachsen-Anhalt und ermunterte die rund sechzig Teilnehmer des 8. Mitteldeutschen CI-Symposiums: „Versuchen Sie sich politisch einzumischen! Treten Sie Ihren Lokalpolitikern auf die Füße!“

Wo Inklusion - halbwegs - funktioniert, das hatte die vorangehende Diskussion eindringlich gezeigt, funktioniert sie wegen des bewundernswerten Engagements Einzelner; seien es Schulleiter, Lehrer oder, oft genug, Eltern, die manchmal sogar eigenhändig dafür sorgen, dass die Akustik in Klassenzimmern stimmt.

Barbara Gängler, die Geschäftsführerin des CIV Mitteldeutschland, berichtete von frustrierenden Bemühungen, im Internet handliche Informationen über Inklusionsmaßnahmen in den drei mitteldeutschen Bundesländern zu finden: zwei magere Seiten dazu fand sie in Sachsen und Sachsen-Anhalt, und „in Thüringen gibt’s nichts.“

Mangels offizieller Weiterbildungsmaßnahmen bietet der Cochlear Implant Verband Mitteldeutschland selbst Workshops für Lehrer an, um ihnen nahezubringen, was es bedeutet, wenn in ihren Klassen hörgeschädigte Kinder sitzen. Die Reaktion? Mager. Insbesondere „in Sachsen beißen wir auf Granit,“ so Barbara Gängler.

Aber alle drei Bundesländer haben Inklusion offiziell zu ihrer Politik erklärt. Was eigentlich bedeutet, wie der Pädagogik-Professor Dr. Andreas Hinz aus Halle erläuterte, nicht nur in der Bildungspolitik „radikal umzusteuern“. Wer Inklusion wirklich wolle, müsse „eine Schule für Alle“ einführen. Katharina Kubitz vom Berufsbildungswerk Leipzig regte an, MIT Hörgeschädigten und anderen Menschen mit besonderen Bedürfnissen zu reden, statt ÜBER sie: auch das wäre gelebte Inklusion.

Die Bildungsverantwortlichen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hätten dazu am 11. Juni eine große Chance gehabt. Eltern und ehemalige Schülerinnen schilderten im Haus des Buches eindrucksvoll, wie sie Inklusion im Alltag erlebt oder – öfter – eben nicht erlebt haben. Selten wird so offen und konstruktiv diskutiert wie an diesem CI-Tag in Leipzig. Die zuständigen Ministerien haben eine große Chance mutwillig verpasst. (uk)

 

13. Juni 2016

CI-Tag 2016 Leipzig1

Sprich mit mir“ – Fehlanzeige!

Drei Landesregierungen demonstrieren ihr Desinteresse an gelebter Inklusion

Drei Kultusminister waren eingeladen, am CI-Tag 2016 mit Hörgeschädigten über Inklusion in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu sprechen. Keiner erschien. Keiner schickte auch nur einen Vertreter ins Haus des Buches zu Leipzig. Allein die CDU-Landtagsabgeordnete Angela Gorr aus Halle vertrat „die Politik“ - und schlug sich umso wackerer.

„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun,“ zitierte Angela Gorr ihre eigene Homepage. Sie ist behindertenpolitische Sprecherin ihrer Partei in Sachsen-Anhalt und ermunterte die rund sechzig Teilnehmer des 8. Mitteldeutschen CI-Symposiums: „Versuchen Sie sich politisch einzumischen! Treten Sie Ihren Lokalpolitikern auf die Füße!“

Wo Inklusion - halbwegs - funktioniert, das hatte die vorangehende Diskussion eindringlich gezeigt, funktioniert sie wegen des bewundernswerten Engagements Einzelner; seien es Schulleiter, Lehrer oder, oft genug, Eltern, die manchmal sogar eigenhändig dafür sorgen, dass die Akustik in Klassenzimmern stimmt.

Barbara Gängler, die Geschäftsführerin des CIV Mitteldeutschland, berichtete von frustrierenden Bemühungen, im Internet handliche Informationen über Inklusionsmaßnahmen in den drei mitteldeutschen Bundesländern zu finden: zwei magere Seiten dazu fand sie in Sachsen und Sachsen-Anhalt, und „in Thüringen gibt’s nichts.“

Mangels offizieller Weiterbildungsmaßnahmen bietet der Cochlear Implant Verband Mitteldeutschland selbst Workshops für Lehrer an, um ihnen nahezubringen, was es bedeutet, wenn in ihren Klassen hörgeschädigte Kinder sitzen. Die Reaktion? Mager. Insbesondere „in Sachsen beißen wir auf Granit,“ so Barbara Gängler.

Aber alle drei Bundesländer haben Inklusion offiziell zu ihrer Politik erklärt. Was eigentlich bedeutet, wie der Pädagogik-Professor Dr. Andreas Hinz aus Halle erläuterte, nicht nur in der Bildungspolitik „radikal umzusteuern“. Wer Inklusion wirklich wolle, müsse „eine Schule für Alle“ einführen. Katharina Kubitz vom Berufsbildungswerk Leipzig regte an, MIT Hörgeschädigten und anderen Menschen mit besonderen Bedürfnissen zu reden, statt ÜBER sie: auch das wäre gelebte Inklusion.

Die Bildungsverantwortlichen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hätten dazu am 11. Juni eine große Chance gehabt. Eltern und ehemalige Schülerinnen schilderten im Haus des Buches eindrucksvoll, wie sie Inklusion im Alltag erlebt oder – öfter – eben nicht erlebt haben. Selten wird so offen und konstruktiv diskutiert wie an diesem CI-Tag in Leipzig. Die zuständigen Ministerien haben eine große Chance mutwillig verpasst. (uk)

 

16. November 2017

Die Young Generation Hannover stellt sich vor

Christian Ahlborn, Lina Hisleiter, Lea Remiorz und Charis Lieberum im Schnecke online - Kurzinterview.

Schnecke: Wie kam es zu der Gruppe?
In unserem kleinen Freundeskreis stellten wir fest, dass es im Raum Hannover bisher keine Gruppe für junge Hörgeschädigte gibt. Einige von uns nahmen regelmäßig an Veranstaltungen sehr engagierter Vereine wie z.B. der Deaf-Ohr-Alive Gruppen in Rhein-Main und NRW, der Blogwerkstatt der DCIG und der Bundesjugend teil. So wussten wir bereits, wie spannend, witzig, produktiv, aber auch erholsam der Austausch von Erfahrungen und das Miteinander mit Gleichgesinnten sein können! Wir, Lea, Christian und Lina, entschieden uns schließlich, den ersten Schritt zu wagen und im September 2017 ein erstes Treffen zu organisieren. Hierbei freuten wir uns bei der über viel Unterstützung durch die DCIG, den DSB und die HCIG.

Schnecke: Wie war das erste Treffen?
Like a flash! Die weite Verbreitung unserer Flyer und die vielen Rückmeldungen überraschten uns. Bei unserem ersten Treffen am 16.09.17 in der Leibniz Lounge Hannover waren wir schon 10 Leute - alte Freunde, Bekannte und auch neue Gesichter. Zunächst verglichen wir unsere jeweiligen Vorstellungen und Erwartungen an die Gruppe und besprachen, wie zukünftige Treffen aussehen könnten. Beim Brainstorming sammelten wir viele Ideen für mögliche Aktionen. Immer wieder wurde die Wichtigkeit regelmäßiger Zusammenkünfte betont, sodass wir beschlossen, möglichst einmal im Monat etwas zu unternehmen. Den Rest des Abends ließen wir in geselliger Runde ausklingen.

Die anschließenden Rückmeldungen waren durchweg positiv. Alle waren sich einig, dass das Treffen gelungen war und freuten sich auf viele weitere Begegnungen. Wir waren zuversichtlich, beim nächsten Treffen viele Teilnehmer wiederzusehen und noch mehr Leute zu erreichen. Unserem Organisationsteam ist auch Charis beigetreten

Schnecke: Welche Ziele werden verfolgt?
Wir möchten in der Region Hannover ein Netzwerk für junge hörgeschädigte Erwachsene in Ausbildung, Studium oder Beruf aufbauen. Im Vordergrund stehen bei uns gemeinsame Unternehmungen, bei denen wir neue Dinge ausprobieren, Menschen kennenlernen, und das Miteinander fördern können. Von einem Austausch unter Gleichgesinnten erhoffen wir uns eine Stärkung des Selbstbewusstseins und das Erkunden neuer Strategien im Umgang mit der eigenen Hörbehinderung.

Schnecke: Welche Pläne gibt es für die Zukunft?
Mit unserer Gruppe möchten wir möglichst viele Menschen mit Hörbehinderung in Hannover und Umgebung erreichen und mit ihnen zusammen regelmäßige Treffen veranstalten. Hierzu zählen ein monatlicher Stammtisch sowie viele spannende Aktionen, von Spieleabenden über Paddeln und Selbstverteidigungskurse bis zu Escape Room Games und Bowling. Ausflüge in den Heide Park und andere Städte, Wanderungen, Geocaching und vieles mehr sind geplant, und wir suchen stets nach neuen Ideen!

Unser nächstes Treffen ist am 2. Dezember und steht unter dem Motto ‘Kalt aber gemütlich’! Auf dem Programm steht ein gemeinsamer Besuch des Weihnachtsmarkts mit Schlittschuhlaufen im Winterzoo Hannover

Schnecke: Kann jeder einfach mitmachen? Gibt es Kriterien?
Mitmachen kann bei uns jeder, der über 16 Jahre alt ist und Lust auf fröhliches Miteinander und Erfahrungsaustausch hat. Wir freuen uns über jedes neue Gesicht - egal, welche Art von Schwerhörigkeit Du hast, egal ob und welche Hörhilfen Du trägst und egal wie schlecht oder gut Du hörst (Hörende sind ebenfalls willkommen)! Die Gruppe ist über Whatsapp und einen E-Mail-Verteiler organisiert und eine Facebook-Seite ist in Planung.

Hier gibt es Infos zum ersten Treffen am 16. September 2017

Hier gibt es Infos zum kommenden Treffen am 2. Dezember 2017

Hast Du ebenfalls Interesse? Das Team ist auch auch über Facebook und WhatsApp erreichbar.

Kontaktdaten:
Lina Hisleiter → linahisleiter@hotmail.de
Lea Remiorz → l.remi013@googlemail.com
Charis Lieberum  charis.lieberum@gmail.com
Christian Ahlborn → chris.ahlborn@mail.de

 


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