11. Januar 2019

Pädagogische Hochschule Heidelberg richtet deutschlandweit erste Professur für Taubbblindenpädagogik ein

In den nächsten drei Jahren wird Prof. Dr. Andrea Wanka, ehemalige Taubblindenbeauftragte der Stiftung St. Franziskus in Heiligenbronn, am Institut für Sonderpädagogik lehren und forschen.

An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wurde zum Wintersemester 2018/2019 die deutschlandweit erste Stiftungsprofessur für Taubblinden- / Hörsehbehindertenpädagogik eingerichtet. Sie ist mit Prof. Dr. Andrea Wanka, ehemalige Taubblindenbeauftragte der Stiftung St. Franziskus in Heiligenbronn, besetzt. „Meine Professur bietet erstmals die Möglichkeit, Forschungsprojekte zu allen Fragen der Taubblinden- und Hörsehbehindertenpädagogik zu initiieren und durchzuführen“, so Wanka bei der Auftaktveranstaltung am 9. Januar 2019. Möglich wird die Professur durch eine Förderung der Friede Springer Stiftung mit Sitz in Berlin.

Durch die Einrichtung der Professur bietet die Pädagogische Hochschule Heidelberg nun erstmals ein entsprechendes Studium an: Über das besondere Erweiterungsfach „Taubblinden-/Hörsehbehindertenpädagogik“ werden zukünftige Lehrkräfte der Sonderpädagogik zu Expertinnen und Experten bezüglich der spezifischen Bedarfe von Kindern und Jugendlichen mit Taubblindheit / Hörsehbehinderung. Konservativen Schätzungen zufolge haben bundesweit rund 1.300 Kinder und Jugendliche taubblinden-spezifische Unterstützungs- und Bildungsbedürfnisse. Gleichwohl fehlt es im deutschsprachigen Raum bislang an entsprechend qualifizierten Lehrkräften: Für die Arbeit mit taubblinden Kindern und Jugendlichen haben angehende Lehrkräfte bis dato in der Regel entweder ein sonderpädagogisches Studium mit dem Schwerpunkt Sehen oder ein sonderpädagogisches Studium mit dem Schwerpunkt Hören abgeschlossen.

Weitere Informationen unter www.ph-heidelberg.de/taubblind.



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