09.06.2015

Schüler der Hermann-Schafft-Schule gewinnen Film-Wettbewerb des HR

Insgesamt 2000 Schüler beteiligen sich jedes Jahr ab dem Wettbewerb, den der Hessische Rundfunk alljährlich veranstaltet. In diesem Jahr wurden erstmals sechs feste Kategorien geschaffen, in denen Preise vergeben wurden. Darunter auch der Sonderpreis Inklusion, den die Klasse LH9 aus Homberg (Efze) für sich gewinnen konnte.

Sieben Schüler, vier darunter mit Cochlea-Implantat oder Hörgerät von der Hermann-Schafft-Schule aus Homberg-Efze haben mit technischer Unterstützung des Offenen Kanals Hessen auf Anhieb mit ihrem Film einen der begehrten Preise gewonnen, den der Hessische Rundfunk jedes Jahr vergibt. Aufgerufen, sich zu bewerben, waren Schüler aus Hessen. Alle sechs ausgezeichneten Filme sowie zwölf weitere für die Endrunde nominierte Arbeiten sind vom 13. bis 17. Juli im hr-fernsehen zu sehen

Auf die Idee, dass sich die Klasse LH9 bewerben könnte, kam Sozialpädagogin Bianca Rüter, die an der Schule in Homberg Efze arbeitet. Die sieben Schüler waren von der Idee gleich sehr angetan. Mit technischer Unterstützung eines regionalen TV-Senders und den motivierenden Worten der drei Betreuerinnen Bianca Rüter, Heike Wenderhold sowie Adriana Hernandez aus Mexiko entstanden das Drehbuch, die Dreharbeiten, Schnitt und Vertonung. Ein ehrgeiziges Pensum, das die Schüler mit Bravour meisterten.(Die Schnecke berichtete in Ausgabe 88, S. 58 f)

Nominierung und Sonderpreis Inklusion

Zur Freude der Schüler wurden sie nicht nur für den Wettbewerb nominiert, sondern gewannen auch tatsächlich einen Preis: Den in der neu geschaffenen Sonderkategorie "Inklusion". Dass die Begeisterung der Schüler groß war, ist klar. Was hat ihnen am besten bei den Arbeiten für den Film gefallen, wollten wir wissen:

Adrian:
Mir hat die Bartszene am besten gefallen. Für mich war das Schneiden des Films am interessantesten. Hier habe ich viel Neues gelernt. Außerdem fand ich toll, dass wir im Vorfeld von einem Profi vom Offenen Kanal gelernt haben, wie man mit einer Kamera umgeht.

Alex:
Die Szene mit den "Bart" fand ich am besten. Während der Arbeiten für den Film fand ich es klasse, dass wir alles zusammen geplant und das Drehbuch geschrieben haben. Und natürlich fand ich meine Funktion als Ton-Mann während der Dreharbeiten sehr cool.

Florentina:
Mir hat am meisten Spaß gemacht, zu lernen, wie man mit der Kamera umgeht und wie es ist, Regie zu führen. Man sollte nicht glauben, wie viele verschiedene Dinge dabei zu berücksichtigen sind. Auch wie ein Drehbuch geschrieben werden muss, fand ich spannend.

Khalid:
Bei diesem Projekt habe ich noch ein bisschen besser Deutsch gelernt. Wie Regiearbeit gemacht wird, das hat mich sehr erstaunt. Da ich aber noch nicht gut deutsch spreche, war das Lernen von Text schwer für mich.
 
Lisa:
Selbst Regie zu führen, fand ich faszinierend. Auch das Drehen der einzelnen Szenen machte unglaublich viel Spaß. Man merkte gar nicht, wie die Zeit vergeht. Die Szene mit dem Bart fand ich total witzig.

Lucas:
Mich hat das Thema unseres Films beeindruckt, der anhand verschiedener Szenen die Erfahrungen zusammentrug, die man bei der Jobsuche macht und die zeigen, wie schwierig es für Menschen mit Behinderung sein kann, eine Arbeit zu finden. Und natürlich war auch der Umgang mit der Technik, die benötigt wird, um einen Film zu machen, eine spannende Sache. Und wir haben dabei alle gesehen, dass auch die Schauspieler es nicht leicht haben, wenn dieselbe Szene einige Male wiederholt werden muss.

Sebastian:
Mich hat die Arbeit rund um die Tontechnik sehr begeistert. Aber auch der Filmschnitt, also die Arbeit der Cutter, ist eine Tätigkeit, die in keiner Minute langweilig war. In der Szene, die eine Situation in einer Werkstatt zeigt, musste ich mitspielen und auch das war eine völlig neue und tolle Erfahrung, die ich machen durfte.

 

Bildergalerie
 

 

Weitere Informationen zum Wettbewerb "Meine Ausbilung – du führst Regie" finden Sie auf der Seite des Hessischen Rundfunks.


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