22. Februar 2017

„Unsere Familie ist anders, aber nicht viel“

Die Zeitschrift „Brigitte“ thematisiert in einem Dossier das Familienleben mit behinderten Kindern. Darin kommen auch der elfjährige CI-tragende Max und sein Bruder Anton (10) zu Wort.

Wir zitieren:

„Max (Name geändert) hat durch eine Hirnhautentzündung mit 15 Monaten sein Gehör verloren und trägt Hörprothesen (Cochlea Implantate, CIs).
Anton, 10: Es stimmt schon: Unsere Familie ist anders, aber nicht viel…
Max, 11: Ja, man merkt es eigentlich nicht, aber dann doch wieder. Beim Schwimmen zum Beispiel. Da muss ich meine Cis abnehmen und höre nichts….
Manchmal mach ich die Geräte auch absichtlich ab. Wenn ich lese zum Beispiel. Dann versinke ich in meinem Buch, kriege nichts von der Außenwelt mit und kann mir alles besser vorstellen.
Anton: Wenn es morgens unruhig ist, schläft er einfach weiter. Da bin ich schon manchmal neidisch… Max ist in einer Jugendgruppe mit anderen hörbehinderten Kindern. Die machen ganz tolle Ausflüge und Freizeiten, mit Reiten und Angeln und so. Da darf ich immer mit, sonst wäre es ja auch gemein. Ich finde, es ist ein riesiger Vorteil, diesen Bruder zu haben. In allem Möglichen.“


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