10.10.2015

CIV Mitteldeutschland handelt

Der DCIG-Selbsthilfepreis 2015 geht nach Leipzig. Die Jury entschied sich mit großer Mehrheit für das Inklusions-Projekt des CIV Mitteldeutschland, ein sechsstündiges Lehrer-Fortbildungs-Seminar „Hörgeschädigte Kinder in der Regelschule“. Es basiert auf den ebenfalls vom CIV Mitteldeutschland entwickelten „Leitlinien für die inklusive Beschulung hörgeschädigter Kinder“ (www.civ-mitteldeutschland.de).

Barbara Gängler (Foto; Mitte) präsentierte das Projekt bei der DCIG-Vorstandsschulung im Oktober in Königswinter. Zwar werde auch in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen derzeit viel über Inklusion gesprochen, doch in der schulischen Praxis „steht plötzlich ein hörgeschädigtes Kind in der Klasse und die Lehrkraft fragt sich: Was mache ich jetzt?“ Dabei seien es, so Gängler, „oft kleine Dinge“, die darüber entscheiden, ob ein hörgeschädigtes Kind in der Regelschulklasse zurecht kommt oder nicht. Ihr Regionalverband habe entschieden, nicht darauf zu warten, „bis die Gebäude saniert sind“, sondern die Initiative zu ergreifen und sich an die Lehrerinnen und Lehrer direkt zu wenden, denn: „Wir müssen jetzt was tun.“ Das hat die 22-köpfige Jury überzeugt. Der Preis wird auf der DCIG-Fachtagung am 4.und 6. März 2016 in Frankfurt verliehen.

 


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