23. Februar 2017

Beauftragte laden zu Netzwerkkonferenz „Migration und Behinderungen“

Verena Bentele und Aydan Özoğuz im Fachgespräch mit Akteuren aus Politik und Gesellschaft

Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz, haben heute Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft zu einer Netzwerkkonferenz „Migration und Behinderung“ eingeladen. Ziel der Konferenz im Berliner Kleisthaus war es, mit herausragenden Akteur*innen, die an der Schnittstelle Migration und Behinderung arbeiten, aktuelle Herausforderungen zu diskutieren und Impulse für politisches Handeln zu geben.

Zu den rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zählten Manfred Lucha, Minister für Soziales und Integration Baden-Württemberg und Vorsitzender der Integrationsministerkon-ferenz der Länder, Ralph Tiesler, Vizepräsident des Bundesamtes für Migration und Flücht-linge (BAMF) und Dr. Susanne Schwalgin vom Verein Handicap International. In ihren Im-pulsvorträgen machten sie die besonderen Bedürfnisse von Migrant*innen und Flüchtlingen mit Behinderungen deutlich.

Die Beauftragte Verena Bentele sagte: „Mit diesem Netzwerktreffen wollen wir die Verant-wortlichen auf der politischen Ebene in einem besonderen Maße für die Menschen mit Ein-wanderungsgeschichte und Behinderungen sensibilisieren. Ob Flüchtlinge oder Menschen, die schon lange in Deutschland leben: Noch immer gibt es Schwierigkeiten beim Erkennen und Decken der Bedarfe dieser Gruppe, bei der Gesundheitsversorgung und auch bei der Teilhabe. Häufig ist der Zugang zum Hilfesystem für Migrant*innen mit Behinderungen noch zu schwierig.“

Staatsministerin Aydan Özoğuz sagte: „Wir brauchen sowohl die interkulturelle Öffnung der Behindertenhilfe als auch die Inklusion in der Integrationsberatung. Einerseits sind unsere Beratungs- und Hilfestrukturen zu wenig bekannt oder vertraut, andererseits fehlen passende Angebote z.B. bei Integrationskursen oder den Beratungsstellen der Kommunen und der Verbände. Unser Ziel ist es, eine möglichst gleichberechtigte Teilhabe auch für Menschen mit Einwanderungsgeschichten und Behinderungen zu gewährleisten.“


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