01. September 2017

Med-el-Workshops in Uslar 

Ende Juli und Anfang August trafen sich wieder viele Interessierte zu zwei Med-el-Workshops in Uslar-Volprieshausen. Die Infos zu beiden Workshops gibt es hier

August 2017

Zu Beginn des Workshops begrüßte uns Anita Zeitler, Customer Support Managerin von Med-el sehr herzlich. Sie stellte uns auch sofort das Programm des Wochenendes vor und übergab danach direkt das Wort an Oliver Hupka ( Audiotherapeut, DSB) der als Referent geladen war.

Schon bei der Vorstellungsrunde wurde es ziemlich sportlich. Die Teilnehmer wurden gebeten aufzustehen und sich gemäß den Fragen richtig einzuordnen, aufzustellen und/oder sich zu gruppieren. Das Aufstellen nach Größe fiel der Gruppe noch relativ einfach, beim Sortieren nach Alter wurde es da schon schwieriger. So konnten sich die Teilnehmer aber in lockerer Atmosphäre kennenlernen. Zudem erfuhren wir, wer z. B ein Instrument spielt, ein Morgenmuffel ist oder wer die Gebärdensprache beherrscht. Im Anschluss folgte eine abenteuerliche aber lustige Busfahrt durch Volpriehausen. 

Der Gastgeber stellt sich vor..
Am nächsten Tag erfuhren wie mehr über die interessante Geschichte von Med-el, das neue Synchrony CI System und deren Vorteile wie z.B. die MRT Sicherheit bis zu 3,0 Tesla ohne Magnetentfernung.

CI? Fremd oder Selbstbestimmt?
Wie selbstbestimmt fiel die Entscheidung der Eltern ihr Kind implantieren zu lassen? Wie involviert waren die CI Träger selbst bei der Entscheidung? Diese und weitere interessante Fragen wurden den Eltern, Geschwistern und CI Trägern selbst mittels einer Skala in der sie sich einordnen sollten , gestellt. Dabei stellte sich heraus das einige Jugendliche selbstbestimmt für ihr CI entschieden hatten. Egal ob die Entscheidung selbst oder durch die Eltern getroffen wurde, alle waren einstimmig zufrieden und glücklich mit der Entscheidung für das CI, denn allen ermöglicht es Ihnen das Leben in der hörenden Welt.

Believe in your Ability, not your Disability
Hier waren die CI Träger klar im Vorteil, denn sie sollten unschlagbare Vorteile Ihrer Hörschädigung nennen. Die Eltern erfuhren z.B dass so mancher Jugendlicher im Unterricht heimlich Musik hört oder der ein oder andere sich auch gerne mal mit der Ausrede „ Hab ich nicht gehört“ vor dem Thema Haushalt drückt. Auch hinsichtlich der späteren Berufswahl muss eine Hörschädigung nicht unbedingt ein Nachteil sein , z.B bei einer Karriere in der Peer Beratung (Beratung von Betroffenen für Betroffene).

Kommunikation will gelernt sein ..
„Das Herzstück der Kommunikation eines hörbehinderten Menschen ist die Konzentration“. Hier erfuhren vor allem die Eltern die Bedeutung von Mundablesen, Mimik, Gestik und Körpersprache. In Gruppen sollte aufgeschrieben werden, was alles eine gute Kommunikation beeinflusst, wie gute Lichtverhältnisse, Sprechen möglichst ohne Dialekt, Raumakustik. Auch hier waren die CI Träger wieder klar im Vorteil.

Zum Abschluss des Workshops war noch einmal die Firma Med-el an der Reihe. Die Teilnehmer wurden über aktuelles Zubehör und Anschlussmöglichkeiten aufgeklärt und informiert, einiges konnte vor Ort auch gleich getestet werden.

Abschluss
Es war für alle Teilnehmer ein wahnsinnig spannendes Wochenende, und es wurde wieder deutlich, wie wichtig den Kindern, Eltern und Jugendlichen der Austausch unter Gleichbetroffenen ist.

Ich bin froh, dass ich dabei sein durfte.

Madeleine Fischer

 

Hier geht es zum Bericht des Workshops im Juli 2017

 


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