18.05.2015

Klangtherapie-Technologie gegen störende Ohrgeräusche

Der Hörgerätehersteller Oticon hat Kombi-Hörsysteme mit Tinnitus Sound-Support entwickelt, die helfen, wieder besser zu hören und gleichzeitig den inneren Lärm zu "überhören".

Den ganzen Tag, 24 Stunden lang, werden sie von Pfeifen, Rauschen oder Piepen begleitet – und können dem "inneren" Lärm nicht entfliehen. 10 bis 15 Prozent aller Erwachsenen leiden an Tinnitus. Das sind in Deutschland mehr als drei Millionen Menschen. Hörminderung und störende Ohrgeräusche gehen dabei oft Hand in Hand: 80 Prozent aller Menschen mit Tinnitus weisen auch einen gewissen Grad an Hörminderung auf - und umgekehrt.

Was viele aber nicht wissen: Lärm kann Tinnitus auslösen. Denn auch vermeintlich leise Ohrgeräusche eines Tinnitus wirken auf den Betroffenen häufig wie eine dauerhafte Lärmbelästigung, der sie nicht entfliehen können. Mittlerweile gibt es verschiedene Ansätze, um mit Tinnitus umzugehen und ihn zu therapieren, die Klangtherapie zum Beispiel!

Bei den neuesten Hörsystemen des Hörgerätehersteller Oticon wurde eine BrainHearing Technologie mit einem integrierten Klang-Generator kombiniert. Diese Entwicklung bietet neben dem Ausgleich der Hörminderung mit dem Tinnitus SoundSupport eine alltagstaugliche, angenehme und individuelle Möglichkeit der Klangtherapie zur Behandlung der Ohrgeräusche.

Auf diese Weise können natürliche Umgebungsgeräusche verstärkt werden, wohltuende Klänge zur Entspannung wie beispielsweise Meeresrauschen angehört oder individuell erstellte Geräusche als akustische Stimulation eingesetzt werden. So kann der innere Lärm gezielt und mit ausgewählten Klängen "überhörbar" gemacht werden. Störgeräusche gelangen besser in den Hintergrund. Es zeigte sich, dass auf diese Weise 90 Prozent aller Betroffenen Erleichterung und Ruhe fanden und sich besser auf die spezifischen Herausforderungen im Alltag konzentrieren konnten.

INFO

Die Oticon GmbH designt und entwickelt seit über 100 Jahren Hörsysteme für Erwachsene und Kinder, deren Gehör nicht mehr richtig funktioniert. Das Unternehmen verfügt über ein eigenes Forschungszentrum in Eriksholm bei Kopenhagen, Dänemark. Über 3 000 Mitarbeiter arbeiten weltweit im Gesamtkonzern nach der Unternehmensphilosophie "People First" (der Mensch zuerst) daran, das Hörerlebnis der Nutzer zu verbessern. Weitere Informationen hier


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