04.05.2015

Hörgerätemarkt boomt – neues Umsatzhoch

Dass der deutsche Hörgerätemarkt boomt, belegen aktuelle Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die sich aus den Angaben von über tausend Hörakustik-Betrieben errechnen.

Dabei würden nur die tatsächlich verkauften Hörgeräte berücksichtigt, die beim Akustiker auch wirklich über die Ladentheke gingen, so Christian Hustedt, Senior Marketing Consultant der GfK. Geräte, die zur Probe getragen oder nach dem Kauf zurückgegeben würden, flössen nicht in die Berechnung mit ein.

2014 wurden in Deutschland insgesamt rund 1,2 Millionen Hörgeräte über den Hörakustikfachhandel verkauft, was ein Umsatzplus von ca. 34 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro bedeutet. Hinter-dem-Ohr-Geräte (HdO) hatten dabei mit 63 Prozent Marktanteil auch 2014 die Nase vorn. Die Ex-Hörer-Geräte, auch Receiver in canal (RIC) genannt, bildeten den zweitgrößten Anteil mit 31 Prozent. Im-Ohr-Geräte (IdO) brachten es auf 5,8 Prozent und verzeichneten den größten Wachstum.

Je nach Bauart variieren die Preise der Hörgeräte sehr deutlich, auch wenn der Durchschnittspreis im Vergleich zu den beiden Vorjahren weiter gesunken ist. Laut GfK sei ein Trend zur günstigeren Preisklasse zu erkennen. Der Umsatz mit High-End-Geräten gehe dagegen zurück. Dies sei zum einen darauf zurückzuführen, dass die Hersteller von Ex-Hörer-Geräten mittlerweile auch günstigere Modelle anbieten. Zum anderen auf den erhöhten Festbetrag der gesetzlichen Krankenkassen. Seit dem 1. November 2013 steht den gesetzlich Versicherten für ihre Hörhilfe ein deutlich höherer Betrag der Krankenkassen zu. Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage des GKV-Spitzenverbandes.

Sylvia Kolbe, Redaktion Schnecke/Schnecke-Online


Quelle:

Gesellschaft für Konsumforschung, http://goo.gl/WmQfGx


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