25.02.2015

Musik statt Pille: Forschungsprojekt an der Uni Trier

Die therapeutische oder präventive Wirkung von Musik für die Gesundheit ist bereits seit längerem bekannt. Einen wissenschaftlichen Studiennachweis für ihre Wirksamkeit gibt es jedoch noch nicht. Dies will ein interdisziplinäres Forscherteam aus Gesundheitswissenschaftlern und -ökonomen, Musikern und Musiktherapeuten sowie Informatikern mit dem Forschungsprojekt „Musik statt Pille“ in einer Versorgungsforschungsstudie des International Health Care Management Instituts (IHCM) der Universität Trier ändern.

Als etablierte, aber weitgehend noch nicht durch Studien nachgewiesene Indikationen finden sich beispielsweise Tinnitus, Depressionen, Krebs und Burn-out-Syndrom. Im Vordergrund steht dabei zunächst die Entwicklung eines Studienprotokolls mit Festlegung der primären und sekundären Zielvariablen sowie des zu messenden Endpunktes für den notwendigen biostatistischen Nachweis der Wirksamkeit von „Musik statt Pille“.

Die Probanden- und Patientenkollektive für das Forschungsprojekt, die aktiv zur Nutzung und Ausübung von Musik motiviert werden sollen, stehen noch nicht fest. Zum einen sollen individuelle, je nach Geschmack angepasste oder auch selbst erarbeitete, GEMA-freie Musikstücke produziert werden. Zum anderen Apps für mobile Endgeräte, durch die sowohl die Musikauswahl als auch die aktive Mitwirkung der Probanden unterstützt werden. Gleichzeitig sollen die für die Studie notwendigen Daten automatisch erfasst werden. Außerdem soll ein entsprechendes Nutzer-Tutorial sowie ein Probanden- bzw. Patiententagebuch dazugehören.

Die grundlegende Forschungsidee wurde von Prof. Dr. Andreas J. W. Goldschmidt, geschäftsführender Leiter des IHCI der Universität Trier, anlässlich des „Dialog Gesundheitswesen“ der internationalen Medica-Medizinmesse in Düsseldorf präsentiert.

Quelle: Universität Trier

 

Kontakt: Prof. Dr. Andreas J. W. Goldschmidt, Tel. 0651/201-4160, E-Mail: goldschmidt@uni-trier.de 


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